277
Mann, der frei herausredet, vielleicht manchmal etwas zu derb. Sie muͤſſen mir heilig verſpre⸗ chen, nie wieder ein Hazardſpiel zu ſpielen, und
nur unter dieſer Bedingung will ich ihre gegen⸗
waͤrtige Schuld augenblicklich bezahlen.“
Mit aller Haſt einer Perſon, die mit beiden Haͤnden ein Anerbiethen ergreift, welches ihr zu groß ſcheint um wiederholt werden zu koͤnnen, verſprach Frau Germaine alles von ihr be⸗ gehrte.— Ihre Schuld wurde bezahlt.
Der großmuͤthige Wohlthaͤter entfernte ſich mit der Hoffnung, daß beide Ehegatten von nun an kluͤger leben, und doch noch eine gewiſſe Art haͤuslicher Gluͤckſeligkeit genießen wuͤrden. Eitle Hoffnungen! Karl zeigte wirklich den Wunſch, ſeine Ausgaben einzuſchraͤnken; aber der Hochmuth ſeiner Frau ſetzte ſeinen oͤkonomiſchen Plaͤnen un⸗ uͤberwindliche Hinderniſſe entgegen. Ihre jedes⸗ malige Antwort war: ſie ſei immer an dieſe Dinge gewoͤhnt geweſen, koͤnne nicht ohne dieſel⸗ ben leben, und ihre Verwandten wuͤrden nicht wenig erſtaunen, ſie nicht auf die Art erſcheinen zu ſehen, wie ſie vor ihrer Heirath erſchienen waͤre. Aufgebracht uͤber dieſe nichtigen Schein⸗ gruͤnde, beſtand Germaine endlich mit der ab⸗


