Teil eines Werkes 
4. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil (1820)
Entstehung
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Wir leben zuruͤckgezogen, und haben keine Be⸗ kanntſchaft mit vornehmen Leuten. Wir erhalten uns unſere Unabhaͤngigkeit, indem wir uns nach unſerer Lage im Leben richten, nie den Wunſch hegen, ſie zu veraͤndern, und nie die Affen derer ſind, welche man vornehm nennt. Aus dem was ſie eben ſagten, koͤnnte ich ſchließen, als glaubten ſie, wir haͤtten ihre Kinder in unſer Haus genommen, weil vielleicht einſt dieſe vornehme

Verwandtſchaft den unſrigen Vortheile gewaͤhren

koͤnnte; das aber waͤre ihrerſeits ein grober Irr⸗ thum. Unſere Kinder werden leben wie wir; ſie haben keinen Begriff davon, vornehme Be⸗ kanntſchaften zu ſchließen, weil ſie von Kindheit an gelernt haben, daß dieſe nicht zur Gluͤckſelig⸗ keit nothwendig ſind. Uebrigens iſt es durchaus nicht meine Gewohnheit, ſo viel von mir und den Meinigen zu ſprechen, und es geſchieht dies wahrlich auch jetzt nur, um ihnen die Wahrheit auf einmal einleuchtend zu machen, da dieß mir der einzige Weg ſcheint, ihr Vertrauen zu gewinnen, und weder ſie noch ich Zeit zu verlieren haben.

Darin haben ſie vollkommen recht, ſagte Frau Germaine.

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