Teil eines Werkes 
4. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil (1820)
Entstehung
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Karl ſtand einen Augenblick bei ſich an, er ſchien ein lautes Selbſtgeſpraͤch mit ſich zu fuͤhren.„Bei meiner armen Seele,“ murmelte er,„ich glanbe es wird der armen Kleinen das Herz brechen!— Aber warum iſt ſie ſo verſchwen⸗ deriſch, ſie richtet mich zu Grunde, wenn das lange ſo fortgeht!— Haͤtte ich nur den Muth dazu gehabt, wuͤrde ich ſchon lange mit ihr ge⸗ brochen haben.— Beim Lichte betrachtet, war es von meiner Seite wohl mehr Gewohnheit, Faulheit und Hang, die Mode der Zeit mitzuma⸗ chen, als irgend etwas anderes, das mich ſo oft zu ihr zog;— wenn ich nichts mit mir anzu⸗ fangen wußte, oder wenn mein Hauskreuz mich in uͤble Laune verſetzt hatte, ſchlich ich zu dem Maͤdchen.— Nun, denken wir nicht weiter dar⸗ an; ich will ſie aufgeben.— Du kannſt dich dar⸗ auf verlaſſen,“ fuhr er, ſich raſch zu Wilhelm wendend, fort,„ich will nichts weiter mit ihr zu thun haben, ich will, da du dies zur unerlaͤßli⸗ chen Bedingung machſt, ſie nie wiederſehen.“

„Willſt du augenblicklich an ſie ſchreiben, um ihr deinen Entſchluß bekannt zu machen?

„Ja, ſogleich!“—