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die Briefe in ihre Hand, ſah ſie mit dem Aus⸗ druck der zaͤrtlichſten Bruderliebe an, und rief: „du biſt ein liebes, gutes Maͤdchen, und verdienſt alle die ſchoͤnen Sachen, welche der Vater uͤber dich in dieſem Briefe aͤußert. Nimm ihn hin, Kind; deine Herrſchaft verbiethet dir gewiß nicht, einen Brief vom Vater zu empfangen. Laͤßt ſie dich aber morgen nicht mit uns ſpatzieren gehen, ſo wuͤnſche ich, ſie waͤre wo der Pfeffer waͤchſt,“ ſetzte er leiſe hinzu.
Oft wurde Fanny, waͤhrend ſie den Brief auseinander faltete, von den Kindern unterbro⸗ chen; bald wollte hier eins eine Blume von der Hecke herunterpfluͤcken, bald dort wieder ein anderes einen Buſch haben, und wenn die kleinen Arme nicht hinreichten, mußte Fanny aushelfen. Endlich ſchlug Guſtav, der jüͤngſte Knabe, vor, uͤber die große Wieſe, wo es ſo viele Johan⸗ niswuͤrmchen gebe, nach Hauſe zu gehen.„Ma⸗ ma hat's erlaubt,“ fuͤgte er hinzu,„und waͤhrend
wir die artigen Dingerchen haſchen, kannſt du
dich auf einen Stein, oder eine Bank ſetzen, und deine Briefe ruhig leſen.“ Sobald ſie auf der Wieſe angekommen wa⸗


