Teil eines Werkes 
4. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil (1820)
Entstehung
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ich. Dank ſei dem Himmel, daß ich ſie nicht vor einem Jahre heirathete, als ſie in mich verliebt ſchien, und meine Hand nicht ausgeſchlagen ha⸗ ben wuͤrde. Damals dachte ich wohl oft, du beurtheilteſt das Maͤdchen zu hart; aber du warſt nicht von Liebe verblendet, und alſo ein weit beſſerer Richter als ich.

Nun, lieber Junge, erwiederte der Vater, ſo halte mich ein ander Mal nicht fuͤr hart, wenn ich vielleicht wieder nicht deiner Meinung ſein ſollte. Waͤreſt du darauf beſtanden, das Maͤd⸗ chen zu heirathen, wuͤrde ich alles nur Moͤgliche gethan haben, dich gut einzurichten; ich wuͤrde auch nicht mit dir gezuͤrnt, wohl aber mich ſtille ge⸗ graͤmt haben, wenn du fuͤr die Laune eines Au⸗ genblicks, das Gluͤck deines ganzen Lebens aufge⸗ opfert haͤtteſt. War es ſo nicht ont, dich aufmerk⸗ ſam zu machen? Wie kann wohl kin alter Mann ſeine lange Erfahrung heilſamer anwenden, als wenn er ſie fuͤr ſeine Kinder benutzt?

Franz fuͤhlte ſich geruͤhrt durch die freund⸗ liche Art, mit welcher der Vater zu ihm redete, und Fanny, die gegenwaͤrtig war, gab einen Brief in ſeine Haͤnde, den ſie Ehenx von Wil⸗