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laſſen. Als man aber den Juden wollte verhaf⸗ ten laſſen, hatte dieſer ſich laͤngſt mit ſeiner Kiſte aus dem Staube gemacht. Wir hoͤrten er ſei nach Egypten geſegelt, und freuten uns wenigſtens ihn aus Conſtantinopel los zu ſein.— „Damat Zade draͤckte mir ſeine waͤrmſte Dankbarkeit aus.„Einſt rettetet ihr mein Ver⸗ moͤgen,“ ſagte er,„jetzt habt ihr nicht allein mein Leben, ſondern noch ein anderes gerettet, welches mir theurer iſt, als mein eigenes, das meiner Tochter Fatima.“—. „Bei dem Klange dieſes Namens ward es mir ſchwer, meine innre Bewegung zu verbergen. Ich hatte fruͤher zufaͤllig dieſe Jungfrau geſehen, und war durch ihre Schoͤnheit und den Liebreiz ihres ganzes Weſens unwiderſtehlich angezogen worden; aber ich glaubte ſie einem andern be⸗ ſtimmt, unterdruͤckte daher meine Gefuͤhle, und beſchloß das Andenken der ſchoͤnen Fatima auf immer aus meinem Gedaͤchtniß zu bannen. In dieſem Augenblicke aber mußte ihr Vater mich in eine Verſuchung ſuͤhren, der ſchwer zu widerſte⸗ hen war.„Saladin,“ fuhr er fort,„es iſt nicht mehr als billig, daß ihr, der ihr der Retter unſeres Lebens ſeid, auch Theil an dem Feſte


