256.
nach dem Abendeſſen ſeine Erzaͤhlung folgender⸗
maßen begann. „Saladin der Gluͤckliche genannt zu wer⸗
den, erfuͤllte mich von fruͤh an mit einem gewiſ⸗
ſen Selbſtvertrauen, obgleich ich mich keines be⸗ ſonders gluͤcklichen Umſtandes aus meiner Kind⸗ heit erinnern kann. Freilich wiederholte meine alte Amme mir wohl zehnmal im Tage, daß kein Unternehmen mir fehlſchlagen koͤnne, weil ich ein⸗ mal der Gluͤckliche heiße. Ich wurde verwegen und vorſchnell, und meiner Amme Weiſſagungen moͤchten leicht der Erfuͤllung entgangen ſein, waͤre
ich nicht in einem Alter von funfzehn Jahren,
waͤhrend einer langen K Krankheit, welche Folge mei⸗ er jugendlichen Unbeſonnenheit war, zum Nach⸗ denken gekommen. „Um dieſe Zeit hielt ſich ein Franzoſe, ein ſehr erfahrner Ingenieur, hier auf, welcher zum großen Erſtaunen mehrerer meiner Landsleute vom Sultan ſehr beguͤnſtigt wurde.— Am Ge⸗ burtstage unſeres Herrſchers hatte er ein außer⸗ ordentliches Feuerwerk veranſtaltet, und ich, nebſt vielen Einwohnern Conſtantinopels, eitte hinzu, um es zu ſehen. Zufaͤllig befand ich mich nahe


