233
mit der Sprache herauszuruͤcken, und hoͤrte nun: die Favoritinn habe erklaͤrt, nichts auf der Welt kön⸗ ne ſie fuͤr den Verluſt des Spiegels ſchadlos hal⸗ ten, als der Beſitz der aͤhnlichen Vaſe, wie ſie. ſchon eine von Saladin gekauft habe. Wei⸗ gerung war mir unmoͤglich; Dankbarkeit fuͤr das großmuͤthige Betragen meines Bruders unter⸗ druͤckte jeden hartnaͤckigen Eigenſenn in mir.— Ich ließ ihm ſagen, daß ich die Vaſe ſelbſt zu ihm tragen wuͤrde.. „Dieſen Abend nun nahm ich ſie von dem Geſimſe, worauf ſie bisher geſtanden hatte, und wollte ſie, da ſie mit Staub bedeckt war erſt ſaͤuberlich abwaſchen; ungluͤcklicher Weiſe aber
goß ich heißes Waſſer hinein, und meine Vaſe
ſprang voneinander.— Da liegen nun die Truͤm⸗ mer; ach! alles was mir noch uͤbrig bleibt!— Das Maß meiner Leiden iſt voll.— Koͤnnt ihr euch noch wundern, daß ich mein Mißgeſchick be⸗ klage?—
Heiße ich nicht mit Recht Murad der Un⸗ gluͤckliche? Hier enden alle meine Hoffnungen fuͤr dieſe Welt!— Warum bin ich nicht laͤngſt ge⸗ ſtorben!— Warum bin ich jemals geboren!—


