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mer, obgleich ihre Reize etwas im Abnehmen waren, durch Macht und Prachtliebe aus. Sie trug meinem Bruder auf, fuͤr ſie in Venedig den koſtbarſten Spiegel kaufen zu laſſen, der nur fuͤr Geld zu haben ſei, welcher denn auch endlich, nach vielem Hin⸗ und Herſchreiben, in ſeinem Hauſe ankam. Er packte ihn aus, und ließ die Dame von ſeiner gluͤcklichen Ankunft benachrichti⸗ gen. Da es ſchon ſpaͤt am Abend war, ſchickte ſie den Befehl zuruͤck: der Spiegel ſolle uͤber Nacht bleiben, wo er waͤre, und erſt morgen ins Serail gebracht werden. Er ſtand in einem Vorzimmer vor der Stube, in welcher ich ſchlief, worin ſich gleichfalls noch mehrere Armleuchter von Kriſtall befanden, die einen noch nicht ganz vollendeten Saal im Hauſe meines Bruders zieren ſollten.— 4
„Saladin, der gerade an dieſem Tage viele Beutel mit Geld in ſeiner Wohnung hatte, und von naͤchtlichen Einbruͤchen und Naͤnbereien in der Nachbarſchaft ſprechen hoͤrte, befahl allen ſei⸗ nen Sclaven, beſonders wachſam zu ſein. So wie ich dies hoͤrte, wollte ich meinerſeits auch nicht ermangeln, den guten Bruder vor jeder


