nach, und erſtaunte wahrlich uͤber alles, was ich ſah. Saladin uͤberhob ſich keineswegs in ſeinem Gluͤcke, ſondern ſchien nur darauf bedacht, mich mein erlebtes Mißgeſchick vergeſſen zu machen. Er lieh mir bei der Erzaͤhlung meiner Ungluͤcks⸗ faͤlle ein freundliches Ohr, machte mich ſeiner⸗ ſeits mit den Ereigniſſen ſeines Lebens waͤh⸗ rend unſerer Trennung bekannt, die mir faſt noch wunderbarer ſchienen, als meine rigenen. Sei⸗ ner Meinung nach, war er durch den gewoͤhn⸗ lichen Lauf der Dinge, oder vielmehr die Art und Weiſe, wie er ſie fuͤr ſich benutzt hatte, reich geworden. Ich mochte ſeine Vorurtheile nicht laͤnger beſtreiten, und antwortete nur:
„Du, Bruder, mußt deiner Meinung treu bleiben, ich der meinigen; du biſt Saladin der Gluͤckliche, ich Murad der Ungluͤckliche, und
dabei wird es bis ans Ende unſerer Tage ein
Bewenden haben.“—
„Noch war ich nicht vier Tage in ſeinem Hauſe geweſen, als ſich ein Vorfall ereignete, welcher zeigte, wie ſehr ich Recht hatte. Die Favoritinn des Sultans, welche fruͤher ſeine chine⸗ ſiſche Vaſe gekauft hatte, zeichnete ſich noch im⸗


