Teil eines Werkes 
3. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 1. Theil (1820)
Entstehung
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Baͤschen Luzie war wirklich das einzige Ge⸗ ſchoͤpf in der ganzen Stube, welches noch Mit⸗ leid mit mir zu haben ſchien, und als ich ſie waͤhrend der Rede des Vaters anblickte, kam ſie mir ordentlich ſchoͤn vor. Fuͤr ein ganz artiges Madchen hatte ich ſie immer gehalten, doch noch nie war ſie mir ſo aufgefallen als in dieſem Augen⸗ blicke. Es that mir leid meinen Oheim beleidigt zu haben; ich merkte nur zu deutlich, daß ſein Stolz, von dem er nicht wenig beſaß, die vori⸗ ge Liebe zu mir uͤberwunden hatte.

„Es iſt leichter einen Freund zu verlieren, als ſich einen zu erwerben, junger Menſch,“ murmelte er weiter, indem er immerfort rauchte, „und das um ſolch einer Lumperei willen, als

einen Brief zu ſchreiben.— Sieben Jahre hin⸗

tereinander habe ich darum gebeten; wuͤrde nicht einmal gewußt haben, daß du in einem andern Welttheil waͤreſt, wenn meine Frau dich nicht zu⸗ faͤllig in London geſehen, und dir einige Auf⸗ traͤge fuͤr die Kinder gegeben haͤtte, die du aber gewiß auch zu beſorgen vergeſſen haſt, bis es zu ſpaͤt war.— Auch nach deiner Ruͤckkunft nicht einmal zu ſchreiben!“