Teil eines Werkes 
3. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 1. Theil (1820)
Entstehung
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„Ja, und ſeinen Beſuch nicht einmal durch eine Zeile vorher zu melden,“ ſetzte die Tante hinzu.—

„Ach, was das nun anbetrifft, wird er nie un⸗ fern Speiſeſchrank leer finden; haben wir auch

keine chineſiſchen Gerichte aufzutiſchen, ſo iſt ein

guter Ochſenbraten immer vorraͤthig, der beſſer iſt, als alle auslaͤndiſchen Leckerbiſſen. Als ein naher Verwandter wird er mir ſtets willkommen ſein; aber mit der Liebe iſt es vorbei, denn geſchehne Dinge laſſen ſich nicht ungeſchehen machen, und verlorne Zeit laͤßt ſich nicht wieder einbringen.— Eiskaltes Waſſer auf ein warmes Herz gegoſſen, loͤſcht das Feuer aus, und damit Baſta.— Luzie, bring' mir meine Nachtmuͤtze!“—

Das gute Maͤdchen ſchien mir zu ſeufzen; ſo viel aber weiß ich gewiß, daß ich die Seufzer bei Dutzenden ausſtieß. Der Oheim ſetzte ſeine rothe Nachtmuͤtze auf, und bemerkte uns nicht weiter. Wenn er den Aerger verſchlafen hat, wird's beſſer ſein, dachte ich.— Den andern Morgen aber, als ich zum Fruͤhſtuͤck ins Zimmer trat, ſah ich mich von den Kindern umringt, die geſtern Abend ſchon zu Beite geweſen waren;