Teil eines Werkes 
3. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 1. Theil (1820)
Entstehung
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gewiß aber ſei es nicht Mangel an Neigung— . ſ. w.—

Waͤhrend aller dieſer recht zierlich gewaͤhlten Worte erwiederte der alte Herr nichts, ſondern blies den Tabak in dicken Wolken aus ſeiner langen Pfeife um uns her. Frau Tante ſpitzte das Muͤndchen und meinte: die Wahrheit zu ge⸗ ſtehen, befremde es ſie doch, wie ein ſo gelehr⸗ ter Mann, als der Herr Vetter fei, dem doch ein Brief unmoͤglich viel Muͤhe machen koͤnne, nicht einmal ein Paar Worte an einen Oheim geſchrieben, der es immer ſo gut mit ihm ge⸗ meint habe.—

„Davon wollen wir weiter nicht reden,“ fuhr der Alte dazwiſchen,„ich hatte den Jungen herz⸗ lich lies, und alles was ich fuͤr ihn gethan habe, geſchah aus Liebe. Sollte der liebe Gott mich nun aber noch hundert Jahre leben laſſen, ſo werde ich ihn nie wieder um einen Brief erſuchen, denn ich ſehe deutlich, daß er ſich nichts aus mir macht, und ſo mache ich mir auch weiter nichts aus ihm.— Luzie, Kind, laß den Kopf nicht ſo haͤugen, und mache kein ſolches Arm⸗Suͤnder⸗ Geſicht!“—