Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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17 das weibliche Herz zu gewinnen daß ſein Liebreiz und Edelmuth es vollends bezaubern und abtruͤnnig machen mußten? daß nur Mitleid und Pflichtgefuͤhll Dir noch ein Plaͤtzchen in ihm goͤnnen? Ach, Sie war der einzige Stern meines Lebens und ein ewiges Geſetz fuͤhrt ihn zum Untergange zieht ihn hinuͤber, um einer hoͤhern Re⸗ gion zu leuchten und dieſen Beſſern anzu⸗ ſtrahlen. Thraͤnen entſtuͤrzten ihm im rei⸗ chen Strome. Geh' hin, du Duͤrftiger! Du Sohn ihrer Waͤrterin, Du Frevler am Erhabenen, der Du die Liebliche zum Opfer Deiner Selbſtſucht machteſt, die, himmliſch gut, die Perlenkrone von ſich warf, um ei⸗ nen Dornenkranz mit Dir zu theilen. Nein, Roſalinde! ich will Deiner werth bleiben! Wer Dich liebt wie ich, muß Dein Heil wollen! Muß Opfer gegen Opfer bringen ſein letztes Gut, ſein Leben aufgeben, gluͤck⸗

II. Theil. 2