8
che Roſalinde jetzt, auf's Gerathewohl, oͤff⸗ nete, führte ſie in das Zimmer, wo Aga⸗ the's Bild hing, und ſie ſich von Erinnerun⸗ gen an das fruͤhere Hierſeyn lebhaft ange⸗ ſprochen fuͤhlte. Sie faßte, von neuem, die rüͤhrende Schilderey in's Auge, verſenkte ſich in die Leiden der Ungluͤcklichen und ſuchte jetzt die Tapetenthuͤr auf, um auch jenes unheimliche, damals nur fluͤchtig beachtete Sterbezimmer zu betrachten. Das Pfoͤrt⸗ chen fand ſich; es war, noch von jenem Tage her, unverſchloſſen, ſie trat, das Straͤuben der bangenden Weiblichkeit bekaͤmpfend, hin⸗ durch und ahnte nicht die Naͤhe des unver⸗ geſſenen Lieblings, den ihre Sehnſucht, wie Agathe den Tauber, an's Herz druͤckte,
Julius hatte, bald nach Roſalindens Entfernung, die Heimath verlaſſen; weniger aus gerechter Beſorgniß vor dem Haß und


