Teil eines Werkes 
2. Theil (1830)
Entstehung
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die ehrende Wahl und Geſinnung laut wer⸗ den, ſie ſtellte ihre guten, in dem Recepte verherrlichten Eigenſchaften demuͤthig in Schatten, pries die ſelige Nina, deren letzter Wille ſie mindeſtens der Scham uͤberhebe, dem edlen Waͤhler eine leere Hand bieten zu muͤſſen und bat ſchluͤß⸗ lich, wie Julie Schaͤrflich, doch nur der Form wegen, um Bedenkzeit.

Der Freier funkelte jetzt, zu Folge dieſer troͤſtlichen Reden und Geberden, wie das vergoldete Degengefaͤß des Paters Abra⸗ ham, er verwarf, kuͤhn werdend, jenes Verlangen, ſchied endlich, gekuͤßt und be⸗ gluͤckt und verkuͤndigte nun jedem Bekann⸗ ten, an dem ihn der Weg voruͤberfuͤhrte, ſein Gluͤck in der Liebe. Freilich, dachte er nebenbei: koͤnnte die treffliche Agathe, zur Noth, Julchens, Baͤrbchens und Gret⸗ chens Mutter ſeyn, ſie ſieht auch, dieſen