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— bekanntlich das Gefaͤß— blank und ſchön vergoldet erſcheint, das uͤbrige aber, naͤmlich die Klinge, iſt nur zum Stechen, Hauen und Verwunden da; voller Wehe⸗ tage, Weheklage, Weheplage und ſo wei⸗ ter.“ Wir aber kennen und ſchaͤtzen ja einander ſeit mehr als zehn Sommern, wir ziehen kuͤnftig nicht vom Leder, ſondern halten uns an das ſchoͤne Gefaͤß.
Agathe brach jetzt, theils aus Ruͤhrung und Betroffenheit, theils um Zeit zur Ant⸗ wort zu gewinnen, in Thraͤnen aus— ſie dachte: Huͤbſch iſt er nicht, aber wacker und frohſinnig— iſt mehr als Tauſende geeignet, ein unſchoͤnes, dreißigjaͤhriges Maͤdchen zur geborgenen und geachteten Frau zu machen und von allen Steinen des Anſtoßes bleibt eine rothe Naſe fuͤr unſer Eine der geringſte. Agathe ließ deßhalb jetzt den empfundenen Dank fuͤr


