Teil eines Werkes 
1. Theil (1818)
Entstehung
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7 hang am Bette zuruͤck, glaͤnzend wie ein Ge⸗ nius ſah Angelo zu ihr herab, ſie fuhr er⸗ ſchrocken auf. Ich bin es, lispelte die Kam⸗ merfrau, es iſt bald Mittag.

Di Amone! ſprach der Pagen⸗Hofmeiſter,

ſo wachen Sie doch auf, es iſt bald Mittag.

Seufzend entriß ſich Angelo dem ſuͤßen Schein⸗ tod und ahnte nicht, wem er ſo eben erſchie⸗ nen war. Frohe Botſchaft aus Neapel, fuhr der Major fort und hielt ihm einen Brief entgegen. Der Onkel iſt todt, und Angelo ſein Erbe. Haſtig griff dieſer nach dem Brie⸗ fe, er verließ das Bett und das Zimmer.

Ein ſeltſamer, junger Herr! ſprach der Hof⸗Fourier, welcher das Paket uͤberbracht hatte. Ach wertheſter Herr Major, wenn un⸗ ſer einem dergleichen begegnete! Gott ehre den Erblaſſer! Solche Vettern ſind ſchoͤne Leichen.