Teil eines Werkes 
4. Theil (1811)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Romano verbeugte ſich, ſtill erfreut. Es ſchmeichelte ihm, dieſe Reine, Anmuthige, Ebenmaͤßige, durch die ſeltene Schoͤnheit ſeiner Schriftzuͤge im Voraus anſprechen zu koͤnnen.

Und dann noch ein's, fuhr der Graf fort. Zum Ungluͤck liegt der Haushofmeiſter krank und ſeine Frau im Wochenbette, meine Tochter aber ſoll eine geordnete Wohnung vorfinden. Nehmen Sie die Einrichtung uͤber ſich. Ich raͤume Emilien die untern Zimmer ein, damit ſie das friſche Wieſenſtuͤck, den Spielplatz ihrer Kinder⸗Jahre, vor Augen habe und der Gaͤrt⸗ ner mag die Zitronen⸗Baͤume dahin verſetzen; die Graͤfin ſah und liebt das Orangen⸗Land.

Ich fuͤhle mich von dem Auftrag geehrt, erwiederte Romano: aber ihm, leider! nicht gewachſen. Den Erwartungen einer Hofdame zu genuͤgen darf mir nicht beikommen, das Fraͤulein aber duͤrfte ſich leicht von den Miß⸗ griffen des Ungeſchickten zu einer Meinung be⸗

ſtimmen laſſen, die mir weh und unrecht thun

wuͤrde.