Teil eines Werkes 
3. Theil (1811)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

154

ſtarb auf ihren Lippen. Das hab ich geahnt! ſeufzte ſie und kehrte in das Zimmer zuruͤck, aus welchem ihm der alte Herz entgegen kam und den Schwiegerſohn begruͤſſend einfuͤhrte. Der Offizier, auf deſſen Bruſt drei Orden

blitzten, nickte zuerſt nur eben mit dem Kopfe,

verneigte ſich, bei Wahrnehmung des Ehren⸗ Pfenniges ein wenig und als die Amtmaͤnnin den Kriegsrath als ſolchen vorſtellte, noch etwas tiefer. Herr Graf von Lichtenau! ſagte Lott⸗ chen, auf den Oberſten zeigend. Es war derſelbe, deſſen Jaͤger, waͤhrend dem Jahrmarkts⸗Lauf der vorigen Geſchichte, die arme Mamſel Ho⸗ milius in die ſchmaͤhlige Verſuchung fuͤhrte; er hatte bisher dem Kaiſer aller Reußen gedient, den Abſchied genommen und wollte bei ſeiner Ruͤckreiſe das Haus des alten Bekannten um ſo weniger unbeſucht laſſen, da er, zu Folge des Jahrmarktes, den Gerichts⸗Direktor Hohlſpie⸗ gel, als die rechte Hand ſeiner Frau Mutter, hier zu finden hoffte, und des Amtmanns ſchoͤne Toch⸗ ter nebenbei der anziehendſte Gegenſtand war.

eyg