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Vorgefühl des Todes mit derſelben Seelenruhe wie während ſeines thatenreichen Lebens und gab um 8 Uhr des andern Morgens(am 3. Dezember 1592) ſeinen Geiſt auf, im 48. Jahre ſeines Alters. In jenem Augenblicke hatte die Republik der vereinigten Provinzen ihren größten und gefährlichſten Gegner verloren, Philipp II ſeinen treueſten Diener, die römiſche Kirche einen ihrer ruhmvollſten und glücklichſten fürſtlichen Vorfechter. Die Italiener ſchrieben Parmas Tod ſpaniſchem Gift zu,— eine Meinung, welche übrigens durch die Sektion nicht beſtätigt wurde, und welche wir in keinem Fall als begründet annehmen möchten, da die Partheileidenſchaft jener Zeit nicht erröthete, einen natürlichen Zuſammenhang von ver⸗ ſchiedenen Urſachen nur durch ein gewaltſames Eingreifen zu erklären. Mußte denn ein Mann wie Alexander Farneſe, Her⸗ zog von Parma, welcher für Philipp 11. Alles gethan hatte, was dieſer verlangen und erwarten konnte, nicht ſchon durch Verläumdungen ſeiner Gegner bei dem Monarchen, nicht ſchon durch den Mißmuth darüber tödtlich genug verſehrt werden, daß ihn Philipp mitten aus einer Laufbahn herausriß, auf wel⸗ cher ihn der glücklichſte Erfolg krönte, daß er ihn auf eine andre trieb, wo er nur mit halbem Herzen wirken konnte, während er die Früchte aller ſeiner Anſtrengungen verloren gehen ſehen mußte? War es nicht für den Feldherrn tödtlich⸗empfindlich, daß am Ende ſeiner Tage Meuterei jene gewaltigen Krieger⸗ ſchaaren entnervte, welche er als ihr Abgott zu Triumphen ge⸗ führt hatte? Waren ferner alle jene Anſtrengungen und Stra⸗ patzen, denen ſich Parma ſtets, ſo gut wie jeder gemeine Soldat, unterzogen hatte, gar nicht in Anſchlag zu bringen? Sollte ſein Leib ſo wenig ſterben können als ſein Nachruhm? Allerdings galt Vergiftung damals in der verpeſteten Moral der Höfe
nicht ſowohl für ein Verbrechen, als für einen äußerſten Noth⸗


