Teil eines Werkes 
3. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 3. Band (1841) Von dem Feldzug des Jahres 1589 bis zum Waffenstillstand von Antwerpen 1609 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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mittheilen würde, ſo wie er von der Reiſe etwas ausgeraſtet

habe.“ Parma erwiederte ihm höflich, wollte jedoch eine per⸗ fönliche Zuſammenkunft mit Fuentes vermeiden und zwar,

wie es den Anſchein hat, aus gereizter Empfindlichkeit. Er mochte wohl beſorgen, daß Fuentes etwa zu ſeinem Nach⸗

folger ernannt ſei. Die Antwort Parmas auf Fuentes Zuſchrift ſcheint wenigſtens darauf hinzuweiſen; ver freue ſich“ dieß es darin,„der glücklichen Ankunft des Grafen, und dieſer möge immerhin wohl ausruhen; der Herzog würde denſelben übrigens wohl ſchwerlich mehr in den Niederlanden begrüßen tönnen, da er bereits in wenigen Tagen Frankreich erreichen werde.“*) Die Beſtimmtheit, mit welcher Parma verſicherte, daß er den Grafen von Fuentes nimmer in den Niederlanden ſehen würde, realiſirte ſich auf eine andre Art, als Jener ſelbſt wielleicht geahnt hatte. Parma trug den Keim des Todes be⸗

reits in ſich; doch durch die Hoffnung, welche man ihm in Bezug

auf ſeine Geſundheit gab, und durch den eigenen Lebenstrieb verführt, ſuchte er ſeine körperliche Schwäche zu überwinden. Er behielt zu Arras alle ſeine früheren Gewohnheiten bei, er⸗ ſchien täglich zu Pferd, und ertheilte Audienz. Am 2. Dezember wurde er plötzlich von einer Ohnmacht befallen; als er ſich je⸗ doch von derſelben wieder ein wenig erholte, beſorgte er noch am Abend ſeine gewohnten Geſchäfte ja ſogar deren mehre, als in der letzten Zeit. Er begab ſich(wie er pflegte) bei Zeiten zu Bette. Um Mitternacht erkannten die Aerzte und ſeine ſonſtige Umgebung an der Veränderung ſeiner Züge und an ſeinen Ge⸗ berden die Nähe ſeiner Auflöſung. Da eilte der Abt von St. Vaaſt,(Parma wohnte in der Abtei,) zu demſelben und reichte ihm die Sterbeſakramente. Der Held benahm ſich im

*) Khevenhüller. Annales Ferdinandei ad. 1592.