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behelf der Politik. Indeſſen war ja für Philipp II. keine ſo dringende Aufforderung vorhanden, daß er zu einer ſolchen Maßregel hätte greifen müſſen. Da nun Philipp II. auch nicht den mindeſten Grund hatte, dem Herzog von Parma zu miß⸗ trauen oder ihn gar zu fürchten, ſo wäre es geradezu abſurd, wenn man dieſem Monarchen ein ſolches Verbrechen bloß deß⸗ halb unterlegen wollte, weil er ſich durch Parmas ſpaniſche Gegner wider denſelben hätte einnehmen laſſan! Philipp II. war im Allgemeinen zu klug, er wußte die Verhältniſſe ſeiner ſämmt⸗ lichen Diener zu genau, er hatte zu viel Selbſtſtändigkeit, als daß man ihm eine Ruchloſigkeit aus bloßer Schwäche und Un⸗ ſelbſtſtändigkeit zumuthen dürfte.
Parmas Leiche wurde von Arras nach Brüſſel geführt und dort prachtvoll in der Kapelle des Hofes beigeſetzt. Ita⸗ liener und Spanier ſtritten, wie ſchon öfters bei ſeinen Lebzeiten, ſo auch jetzt bei ſeinem Leichenbegängniß um den Vorrang. Später wurden Alexander Farneſes irdiſchen Reſte nach Parma gebracht und dort neben jenen ſeiner ihm ſchon früh vorangegangenen Gemahlin beſtattet. Zu Rom, wie in mehren Städten Ita⸗ liens, wurden dem Helden des römiſch⸗katholiſchen Glaubens Exequien gehalten. In der Engelsburg ward ſein Standbild aufgeſtellt.*)
Gleich nach Parmas Hintritt eröffnete der Graf von Fu⸗ entes zu Brüſſel im Beiſein des Staatsrathes und des Sekretairs Stephan von Ibarra ſeine Inſtruktionen,
*) Mit folgender Inſchrift(bei Meteren):
„Quod Alexander Farnesius, Parmae et Placentiae Dux III. magno in imperio res pro republica christiana praeclare gesserit; mortemque obiicrit Romanique nominis gloriam auxerit.
S§. y. O. R.
Honoris ergo majorum morem seculis multis intermissum revocan-


