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den Waffen in der Hand gefangen nahmen; die Repreſſalien waren ſchauderhaft. Brabant und Flandern waren damals in eine einzige große Räuberhöhle verwandelt und der alte Graf von Mansfeld wußte endlich kein anderes Mittel mehr, als den Picoureurs Truppen gegenüberzuſtellen, welche in großer Anzahl zum Fang und zur Austilgung derſelben auszogen. So gelang es ihm endlich, die unglücklichen Provinzen wieder zu ſäubern. Zur ſelben Zeit machten ſpaniſche Piraten die Gewäſſer der Nordſee unſicher und fahndeten auf die hollän⸗ diſchen Fahrzeuge. Doch dieſe Plage wurde durch die Wach⸗ ſamkeit der Holländer ziemlich ſchnell erſtickt. Die Hinrichtung von 38 ſolcher Piraten zu Notterdam gab den Uebrigen, einſt⸗ weilen wenigſtens, ein hinlänglich abſchreckendes Beiſpiel.
Der Herzog von Parma wurde auch im Laufe des Jah⸗ res 1592 durch die Intereſſen ſeines Monarchen für die fran⸗ zöſiſchen Angelegenheiten verhindert, ſeine Kraft, ſo wie er es wünſchte, ausſchließlich für die niederländiſchen zu ver⸗ wenden. Dieſe Zerſplitterung ſeiner Kraft koſtete ihn zwar nicht den Ruhm des größten Feldherrn ſeiner Zeit, dem er durch die Einnahme Antwerpens die Krone aufgeſetzt, wohl aber ſollte ihm der nagende Mißmuth darüber vor der Zeit ſein Leben verkürzen. Heinrich Iy. hatte, auf beſonderen Antrieb von Seiten der Königin Eliſabeth, die Stadt Rouen belagert. Um dieſelbe zu entſetzen, mußte Parma auf Philipps II. Befehl unverzüglich aus den Niederlanden herbeieilen. Er gehorchte und vereinigte glücklich ſeine Hülfstruppen mit dem Heere der Ligue unter dem Herzog von Mayenne. Es gelang ihm auch, den König Heinrich IV.(im April 1592) zur Aufhe⸗ bung der Belagerung von Rouen zu zwingen, wyrauf er ſich gen Paris begab.
Moritz benützte die Zeit, während Parma abweſend war,


