Teil eines Werkes 
3. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 3. Band (1841) Von dem Feldzug des Jahres 1589 bis zum Waffenstillstand von Antwerpen 1609 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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er ſeine Truppen die Winterquartiere beziehen und begab ſich, durch den Kummer aufs Neue krank gemacht nach Spaa, um die dortigen Bäder zu gebrauchen.

Moritz ſah die großen Schwierigkeiten ein, welche beſon⸗ ders der damals hohe Waſſerſtand der Waal einer Belagerung Nymwegens entgegenſetzte. Er berief deßhalb den Advokaten von Holland, Johann van Oldenbarneveld, zu ſich ins Feld und als dieſer eingetroffen war, berieth man ſich, ob man unter den gegenwärtigen Umſtänden einen Angriff auf Nym⸗ wegen wagen ſollte. Viele hielten dies für ſehr zweckmäßig, aus dem Grunde, weil das Heer der Staaten nun einmal doch in der Betuwe ſtünde, und ſodann, weil man die üble Stim⸗ mung der Bürger von Nymwegen gegen den Herzog von Parma raſch benützen müſſe. Andere behaupteten dagegen, ganz ſicher in Erfahrung gebracht zu haben, daß der Magiſtrat von Nymwegen dem Herzog gelobt habe:„dem König un⸗ brüchlich treu zu bleiben;“ auch wollten ſie wiſſen, daß Ver⸗ dugo mit ungefähr 2000 Mann zu Fuß und 300 bis 400 Rei⸗ tern zwiſchen Grave und Venlo vorgerückt ſei, um Nym⸗ wegen im Fall der Noth zu beſchützen. Das Reſultat der Berathung war der Beſchluß: mit dem Heere aufzubrechen. Moritz befolgte jetzt einen meiſterhaften Kriegsplan. Er nahm, um den Feind irre zu machen, den Schein an, als ahme er Parmas Beiſpiel nach, und verlege ſeine Truppen in die Winterquartiere. Sein tieferer Plan offenbarte ſich bald. Er ſchiffte ſein Fußvolk auf 300 Fahrzeugen ein und brachte es aus Seeland die Schelde hinauf; die Reiterei eilte durch Bra⸗ bant nach Flandern, wo Moritz das Fußvolk ausſchiffte. Mit einer Schnelligkeit, welche ihm den Erfolg verbürgte, hatte er die Feinde getäuſcht, die Schanzen der Landſchaft Waas erobert und(am 25. September) die Stadt Hulſt eben dort