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ſie aus, um ſie anzugreifen. Die Feinde hatten vierhundert Reiter in einen Hinterhalt gelegt und zogen ſich, als die Kö⸗ niglichen gegen ſie herankamen, in großer Haſt zurück; allzu eifrig folgten ihnen Jene, bis ſie dieſelben in den Hinterhalt ge⸗ lockt hatten; dann griffen ſie die Königlichen an, rieben ſie faſt völlig auf, und erbeuteten dabei drei Standarten, worunter ſich auch die Parmas ſelbſt befand, welche das Bild Chriſti mit der Schrift:„Hic fortium dividet spolia“ und das der heili⸗ gen Maria mit der Schrift:„Ouem genui, adoro!“ trug. Dieſer kleine Vortheil der niederländiſchen Truppen über die Königlichen wurde dadurch folgenreich, daß der ſiegreiche, be⸗ rühmte für unüberwindlich gehaltene Parma, welcher jedoch jetzt nicht mehr der Alte, deſſen beſte Kraft verwelkt war, die Belagerung der Feſte Knodſenburg aufgab und ſich über die Waal zurückzog. So hatte der erfahrene, treff⸗ liche Feldherr zum erſten Male vor ſeinem jungen Gegner das Feld geräumt. Welch ein Triumph für dieſen, welche Ermuthi⸗ gung für deſſen Krieger! Freudig verfolgten ſie Parmas Rück⸗ zug und eroberten mehres Brückengeräthe, ſowie mehre Geſchütze, welche die Königlichen mit ſich führten. Parma war in tief⸗ ſtem Grund der Seele über einen ſolchen Wechſel des Glückes betrübt, welcher ihm um ſo empfindlicher war, da er nicht vor der Uebermacht, ſondern vor der Klugheit hatte weichen müſſen. Wohl mochte ihm eine innere Stimme ſagen, daß ſein Glücksſtern unaufhaltſam im Sinken ſei; und wie ſollte er es vermögen, woher bei dem fühlbaren Schwinden ſeiner körper⸗ lichen Kraft, die geiſtige nehmen, um ſeinen wohlerworbenen Ruhm zu überleben? Er brach aus ſeinem Hauptquartier in Nym⸗ wegen auf und verließ dieſe Stadt, deren Bewohner, ſich durch ſeinen Abzug dem Feinde preisgegeben wähnend, ihren bisherigen Beſchützer mit bittren Schmähungen überhäuften. Sodann ließ


