Teil eines Werkes 
3. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 3. Band (1841) Von dem Feldzug des Jahres 1589 bis zum Waffenstillstand von Antwerpen 1609 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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und der wackre Schiffer Adrian wußte das Geräuſch dadurch zu übertäuben, daß er luſtig ſingen und friſch drauflos pumpen ließ. Als nun das Schiff an Ort und Stelle war, beeilte man ſich, auf das Drängen der Beſatzung, der das Brennmaterial ausging, ſehr mit dem Ausladen des Torfes; jedes Wachthaus wollte damit verſehen ſein. Aber eben durch dieſe Eile entſtand auch für die Siebenzig die Gefahr, vor der Zeit entdeckt zu werden, wenn man beim Ausladen bis auf den geheimen Ver⸗ ſchlag kam. Die Geiſtesgegenwart Adrians rettete ſie auch jetzt wieder. Er ſagte den feindlichen Soldaten:ſie hätten ja jetzt fürs erſte Bedürfniß genug Torf; ſeine Leute wären ſehr ermüdet; den Reſt könne man ja am anderen. Tage ausladen. Die Soldaten gaben ſich damit zufrieden. Nun ſtiegen die Siebenzig um Mitternacht aus dem Verſchlage hervor; und, um die feindlichen Schildwachen über das Geräuſch zu täuſchen, pumpten die Schiffsleute unverdroſſen. Raſch vertheilt jetzt der kühne Heraugisre ſeine Braven, um das Schloß von meh⸗ ren Seiten zu überfallen.Wer da? ruft eine Schildwache; doch Heraugiere faßt den Mann an der Kehle und raunt ihm zu:Du biſt des Todes, wenn Du ein Zeichen gibſt! Hierauf fragt er den Erſchrockenen aus und erfährt die ziemlich geringe Zahl der Beſatzung des Schloſſes. Zum Glück für die Angrei⸗ fenden war der Kommandant von Breda Lanſavecchia gerade abweſend. Der Herzog von Parma hatte nämlich dem⸗ ſelben nicht bloß dieſe Stadt ſondern auch Gertruidenburg anvertraut, und Moritz klugberechnete Bewegungen gegen das Letztere gemacht, welche zur Folge hatten, daß der Komman⸗ dant ſelbſt ſich dahinbegab und Breda einſtweilen ſeinem noch unerfahrenen jungen Neffen, Antonio Paolo, übergab. Die Siebenzig griffen nun das Schloß an, fanden Widerſtand, über⸗ wanden jedoch denſelben bald und beſetzten die wichtigſten Poſten,