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Bergen, welcher zum Behufe ſeiner Lieferungen von Brenn⸗ material an die Garniſon in Breda freies Geleite hatte. Das Torfſchiff war für die Expedition mit einem Bretterverſchlag im
unterſten Schiffsraume verſehen worden, wo ſich jene Siebenzig
befanden; über dieſem Verſchlage war der Torf aufgeſchichtet. Die ganze Unternehmung, welche endlich im Februar 1590 zu Stande kam, war gefahrvoll und abentheuerlich. Schon das unbemerkte Einſteigen der Siebenzig erforderte die größte Vor⸗ ſicht und wäre beinahe mißglückt. Durch einen widrigen Oſt⸗ wind aufgehalten, blieb das verhängnißvolle Torfſchiff auf der kurzen Strecke von Zevenbergen nach Breda vom Abend des Montags bis zum Morgen des Donnerſtags unterwegs; und eine mit dem Oſtwind eingetretene furchtbare Kälte, Hunger, ja ſelbſt das Waſſer im Schiffsraume(weil nämlich das Fahr⸗ zeug leck war,) bedrängten die verborgenen 70 Krieger aufs Aeußerſte. Endlich kam denn das Schiff vor Breda an und wurde eingelaſſen. Der geringſte Zufall konnte Alles entdecken und die Siebenzig waren dann in der Falle. Die Schleuße hinter ihnen war geſchloſſen; ja das Eis ſogar hielt ſie feſt. Zum Glück verrichtete der Korporal von der Schloßwache, wel⸗ cher das Schiff unterſuchte, ſein Geſchäft ziemlich nachläßig, und zum Glück blieb ferner gerade während dieſer verhängnißvollen Augenblicke Jeder von den Verborgenen vom Huſten verſchont, obwohl Viele daran litten. Der Korporal verließ das Schiff wieder; es wurde nun durch die aufgezogene Schleuße in die Stadt gebracht, und mehre Italiener von der Beſatzung ſelbſt zogen es durch das Eis weiter. Ein Lieutenant von der ver⸗ ſteckten Bemannung, Namens Matthias Held, welcher mit einem unaufhörlichen Huſten behaftet war, zog ſeinen Dolch und bat ſeine Kameraden, ihm denſelben in die Bruſt zu ſtoßen, damit er ſie nicht unfreiwillig verriethe. Man that dies nicht


