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fenden Schritt thäte. Er vermied es mit der größten Sorgfalt ſich zu kompromittiren.
Die Ermordung Heinrichs III. warf auf einmal das Gewicht in die Wagſchale, indem die Ligue dadurch plötzlich einen enor⸗ men Zuwachs an Macht erhielt; der ausſchweifende Fanatismus der bigotten Volksparthei äußerte ſich durch zahlloſe Pasquille auf den ermordeten letzten Valois„persécuteur du pauvre peuple,“ durch die Apotheoſe des Mörders. Dieſe Stimmung wurde durch die Wahl des reformirten Königs von Navarra noch heftiger geſchürt. Daß Philipp II. ſchon aus religiöſen Grün⸗ den den proteſtantiſchen Heinrich von Navarra nicht als Vierten dieſes Namens in der Reihe der franzöſiſchen Könige anerkennen würde, bedurfte keiner Frage. Um dieſen vor der Hand ja nicht zu Kräften kommen zu laſſen, erkannte er den Gegenkönig Karl X. an und wies der Ligue einen Kredit zur Unterſtützung an. Im Grunde konnte er dadurch für ſeine geheimen Wünſche nichts verlieren; er betrachtete das, was ge⸗ ſchehen war, eigentlich nur als proviſoriſch. Aber indem er ſeinem Geſandten, Don Bernhardin de Mendoza, ſchrieb, daß der Kardinal von Bourbon, oder wie er jetzt hieß: König Karl X. in den Stand geſetzt werden müſſe, um ſeine„königlichen Funk⸗ tionen“ frei ausüben zu können, daß derſelbe alle Bedingungen der Ligue pünktlich erfüllen, daß der Generalſtatthalter des Kö⸗ nigreiches, der Herzog von Mayenne, ſtets in ſeiner hohen Stellung erhalten werden müſſe, erinnerte er ſeinen Geſandten zugleich, daß der Kardinal⸗König ihm(Philipp II.) alle für die Sache der Ligue gemachten Auslagen, die ſehr bedeu⸗ tend ſeien und noch täglich zunähmen, zu erſtatten habe. Er ſorgte bereits für den Fall, wenn der Kardinal die Frei⸗ heit nicht erlangen könnte und„wenn ſich die Katholiken, zu ſchwach gegen den Bearner(Heinrich IV.) und gegen die Ketzer,


