Teil eines Werkes 
3. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 3. Band (1841) Von dem Feldzug des Jahres 1589 bis zum Waffenstillstand von Antwerpen 1609 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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Mönch Jakob Clement, welcher ſich durch die Hinrichtung des Königs, der es mit den Ketzern hielt, die ewige Seligkeit zu verdienen glaubte, am 1. Auguſt 1589 den unrühmlichen Heinrich III. Sterbend erklärte dieſer den König Heinrich von Navarra, welcher an ſein Bette eilte, zu ſeinem recht⸗ mäßigen Nachfolger auf dem franzöſiſchen Throne, da mit ihm das Haus Valois erloſchen war und ſomit die bourboniſſche Linie in das Erbfolgerecht trat. Heinrich von Navarra, oder wie er von nun an hieß, König Hein⸗ rich IV. von Frankreich hatte jedoch als Proteſtant die ganze ſtrengkatholiſch geſinnte Parthei der Ligue gegen ſich und wenn er ſein neues Königreich beſitzen wollte, ſo mußte er daſſelbe erſt erobern. Der Herzog von Mayenne ließ

den alten Kardinal von Bourbon, obwohl ſich dieſer in Heinrichs

Gewalt befand, als Karl X. zum König von Frankreich ausrufen, und ſich ſelbſt zum Generalſtatthalter er⸗ nennen.

Niemand hatte wachſamere Augen auf Frankreich als Phi⸗ lipp II,, welcher bisher durch ſeine geſchickten Agenten in Frank⸗ reich, mit welchen er in ununterbrochener Correſpondenz ſtand, immer den größten Einfluß auf den Fortgang der katholiſch⸗re⸗ volutionären Parthei ausgeübt hatte. Er ſelbſt ſtrebte insgeheim darnach, den Beſitz Frankreichs für ſein Haus zu gewinnen, und ein Rechtsgrund dafür ſchien in ſeiner dritten Heirath mit Eli⸗ ſabeth, der Tochter Heinrichs II. und Katharinens von Medici zu liegen. Er benahm ſich jedoch, indem er fort⸗ während eine enge Verbindung mit der Ligue unterhielt, äußerſt vorſichtig. Er begnügte ſich vor der Hand damit, zu forſchen, die Verhältniſſe zu ſtudiren, die Entwickelungen der allgemeinen Gährung prüfend abzuwarten, bevor er irgend einen durchgrei⸗

III. 2