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von dem Unglück der Armada ausgeſprochen, verbuͤrgten auch Gerechtigkeit gegen Parma; leider war Philipp gerechter gegen Perſonen als gegen Nationen; hätte er es, ſeiner Erzie⸗ hung, ſeinen Grundſätzen, ſeiner religiöſen Weltanſchauung nach, auch gegen die letzteren ſein können, die Welt würde dem Sohne Kals V. ihre Bewunderung nicht verſagen, ſo wenig ſie ihn für ſeine Stellung und den Einfluß ſeiner Umgebung von früh auf verantwortlich machen kann. Daß er gerecht ſein wollte, bewies er, indem er Parmas vorzüglichſten Feind, den Herzog von Paſtrana, aus den Niederlanden verbannte.
Vielleicht, ja gewiß, war jedoch hier auch noch ein anderes politiſches Motiv im Spiele, die Rückſicht auf ſeine Pläne gegen Frankreich. Um dieſe Verhältniſſe, welche auf die An⸗ gelegenheiten der Niederlande einen unmittelbaren großen Ein⸗ fluß hatten, richtig zu würdigen, müſſen wir hier eine kurze Darſtellung der franzöſiſchen Zuſtände einſchalten, und uns auf die Andeutungen zurückbeziehen, welche wir ſchon früher darüber gegeben haben.
Wir wiſſen, wie tief ſich Philipp II. mit der katholiſchen Ligue in Frankreich eingelaſſen hatte, wie er am 31. Dezem⸗ ber 1584 einen Vertrag mit ihr geſchloſſen hatte, worin er den Kardinal von Bourbon als rechtmäßigen Thronerben Frankreichs anerkannte. Die Folgen, welche daraus entſtanden, die Fortſchritte, welche die Ligne genommen, waren bedeutend und beſonders hatte ſich in Paris ein Mittelpunkt aller Fanatiker begründet, welche den König Heinrich MII. von Frankreich zum Ziel ihres Haſſes nahmen, weil er ihnen viel zu tolerant gegen die Proteſtanten ſchien. Ein neuer engerer Bund, der der Sechszehn, war dortſelbſt entſtanden, wobei in jedem der ſechs⸗ zehn Quartiere von Paris ein beſtimmter Führer ſich verbind⸗ lich gemacht hatte, die gemeinſame Sache auf jede mögliche


