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Verdacht aus, daß Parma den Moreo durch Gift aus dem Wege geräumt habe. Spanien war voll von ſeinen Feinden, die ihn verdächtigten; immermehr hatte Parma in jedem Spa⸗ nier einen argwöhniſchen Aufpaſſer; als ob der Umſtand, daß er kein Spanier ſei, ihn zum Feind aller Spanier und des ſpaniſchen Intereſſes überhaupt hätte machen müſſen! Parma bewies ſeine Treue durch die That. In jenen kritiſchen Ver⸗ hältniſſen lag ihm die Verſuchung nahe, die belgiſchen Provinzen, die ja nicht Philipp 11., die er unterworfen, die ſein Wort für ſich hatten, das er ihnen auch redlich hielt, dieſe belgiſchen Provinzen, die ihm vertrauten, die ſeine Charaktergröße ſchätz⸗ ten, die er durch ein ihm ergebenes Heer im Zaume halten konnte, für ſich ſelbſt zu behalten. Nochmehr: es gab Men⸗ ſchen genug, welche ihm einen ſolchen Rath ausdrücklich gaben, welche ihn daran erinnerten, wieviel ſicherer es ſei, den für Phi⸗ lipp II. errungenen Beſitz für ſich ſelbſt zu behaupten, als abzuwarten, bis ihn dieſer Monarch, als abgenütztes Werkzeug bei Seite ſtellen würde. Man erinnerte ihn dabei, daß er in einem ſolchen Falle in England und Frankreich auf manche Freunde zählen könnte, daß ſogar die Provinzen der Ut⸗ rechter Union ſich lieber an ihn, als an Spanien ſchließen würden, daß man endlich in Belgien ſelbſt ihn mit Freuden als Herrſcher begrüßen würde, da man dort unter ſeiner Herrſchaft einem glücklicheren Zuſtand entgegen ſehen könnte. Aber alle dieſe Verſuchungen prallten von Parma's treuer Bruſt ab, und er hatte auch die ſchöne Genugthuung, daß Philipp II. ſelbſt ihn rechtfertigte. Philipp hatte ſowohl den Herzog von Medina⸗Sidonia als Parmas Abgeordneten Richardot vor ſich beſchieden, Beide gehört, Beider Vorſtellungen erwogen und Beide, Medina⸗Sidonia wie Alexander Farneſe für unſchuldig erklärt. Jene erhabenen Worte, welche er bei der Nachricht


