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ener nicht verzeihen, daß ſein Ruhm bei Freunden wie bei Fein⸗ den auf Thaten beruhte; dieſe gemeinen Seelen fühlten ſich ſchon durch das bloße Uebergewicht einer großen genug gedrückt und um ſich von dieſem armſeligen Unbehagen zu befreien, fan⸗ den ſie keine andere Auskunft als die Verdächtigung. Dazu kam nun auch noch ein andres Motiv; jene Höflinge ſuchten ihre Ungeſchicklichkeit, und die Ungnade des Monarchen, welche damit zuſammenhing, von ſich ab auf Parmas Schultern zu wälzen. Die thatſächlichen Beſchuldigungen, welche ſeine Feinde gegen ihn erhoben, waren der Reihe nach folgende. An der Spitze jener Gegenparthei, deren Motive ſich hauptſächlich auf die Verſchie⸗ denheit der Nationalität, auf die ſtolze Oppoſition des ſpaniſchen Elementes gegen das italieniſche begründen, finden wir jenen Spanier Paſtrana, von dem wir annehmen dürfen, daß er die Meuterei der Soldaten eingeleitet oder begünſtigt hatte, wodurch die Unternehmung gegen Utrecht vereitelt wurde. Daran reihen ſich nun Parmas niederländiſche Nebenbuhler, welche man in der Ariſtokratie der wiederunterworfenen Provinzen ſuchen muß; an der Spitze dieſer Faktion ſteht der Herr von Cham⸗ pigny. Die beſonderen Verhältniſſe, welche von dieſer Seite her eine Anklage gegen Parma begründen konnten, waren fol⸗ gende. Champigny hatte mit zu jenen Kommiſſären gehört, welche zu Bourbourg die bekannten Friedensverhandlungen vermit⸗ teln ſollten; er hatte damals der Königin vortheilhafte Bedin⸗ gungen verſprochen und bei dem Geſandten Richardot, welcher eine geheime Inſtruktion des Herzogs von Parma ge⸗ habt haben ſollte, Widerſpruch gefunden. Nach dem unglücklichen Reſultat der Armada klagte nun Champigny den Herzog von Parma beim ſpaniſchen Hofe an, daß deſſen Gegenbetrieb die Herbeiführung jenes Reſultates mit verurſacht habe. Aller Wahrſcheinlichkeit nach lag jedoch ein tieferes Motiv zu Grunde;


