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Höchſte, was ſich auf demſelben leiſten läßt, und ſei Wirken erhielt dadurch den höchſten Werth, daß es uneigennützig war; man kann nicht genug gerade darauf hinweiſen. Es gab ja keine höhere Würde oder Auszeichnung, die Farneſe durch ſeine Treue gegen Philipp erſt hätte erringen können oder wollen; er beſaß ſie bereits, er ſtand ſeinem Monarchen an Rang und Rechten gleich, er opferte ihm ſogar ſeine Anſprüche auf Portugal. Mag daher auch Farneſes Charakter einzelne Flecken haben, die wir wegwünſchen möchten(und wir haben den größten Flecken nicht verſchwiegen,) ſo müſſen wir anderſeits bedenken, daß unendlich Viel dazu gehört, ſich einem abſoluten Monarchen gegenüber völlig rein zu behaupten, welcher in Jedem, der ſich ſeinem Dienſte gewidmet hat, nur ein unbedingtes Werkzeug erkennen kann. Je größer nun Parmas Verdienſte um Philipp II. und die ſpaniſche Monarchie waren, je weniger wir an ſeiner un⸗ wandelbar aufrichtigen Ergebenheit für die Intereſſen beider zweifeln können, um ſo tragiſcher erſcheint uns die Kombination, daß eben dieſer Parma von Spaniern verdächtigt werden konnte, daß er ſich dieſe Verdächtigung zu Herzen nahm, und daß die⸗ ſes Gift, ein ſchlimmeres als jenes, das bloß durch die Adern kreiſet, das Gift der Kränkung, einen ſo feſtgegründeten, groß⸗ artigen Charakter zu untergraben im Stande ſein ſoll! Und doch war dies der Fall. Es iſt die ewige Tragödie, die ſich in der Weltgeſchichte wiederholt, daß der Große meiſtens nicht durch den Ebenbürtigen, ſelten nur durch die Uebermacht, am öfteſten durch die Skorpionenſtiche der gemeinen Kleinlichkeit unterliegt. Parmas Verbrechen in den Augen ſeiner Nebenbuhler war ſeine Größe, die er ſich verdienſtvoll errungen; der Verdienſtloſe ſieht ſie nie gleichgültig an. Sein anderes Verbrechen war ſeine Na⸗ tionalität. Alle jene Spanier am Hofe Philipps wie bei der Armee, die blos Höflingskünſte beſaßen, konnten es dem Itali⸗


