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Inzwiſchen hatte Philipp II., um ſeine Feindin ſicher zu machen, und vielmehr die Meinung zu verbreiten, daß ſeine Rüſtungen eigentlich den vereinigten Provinzen gälten, mit Eliſabeth Friedensverhandlungen angeknüpft.
Ernſtlich hatten ſich die Staaten allen darauf bezüglichen Vor⸗
ſchlägen Eliſabeths widerſetzt; Prinz Moritz und Oldenbar⸗ neveld verwendeten ihren ganzen Einfluß, um die Gedanken von Unterhandlungen der Provinzen mit Spanien abzulenken. Moritz fragte die reformirten Prediger, ob man„vor Gott wohl einen Frieden ſchließen dürfe, bei welchem die öffentliche freie Ausübung der reformirten Religion ausgeſchloſſen würde?“ die Prediger erklärten ſich hierüber, wie ſich wohl vorausſehen ließ, nämlich verneinend; ja ſie ſchickten ſogar Deputirte an Eli⸗ ſabeth ab, um ihr von den Unterhandlungen mit Spanien dringend abzurathen. Die Republik befand ſich in einer gefähr⸗ lichen Kriſis, denn neben der allgemeinen Beſorgniß vor den ungeheuren Rüſtungen Philipps, deren eigentlicher Zweck in ein Geheimniß verhüllt war, herrſchte auch U neinigkeit zwi⸗ ſchen den einzelnen Landſchaften und Städten über die wichtig⸗ ſten Nationalangelegenheiten. Die Preſſe bewährte damals einen ſehr großen und vortheilhaften Einfluß; ſie feſtigte die patriotiſchen Geſinnungen, deren Organ ſie war.*) Auch gab ſich König Heinrich von Navarra alle Mühe, um die
*) Die gleichzeitigen Geſchichtſchreiber theilen uns Auszüge aus einer Druckſchrift mit, welche unter dem Titel:„notolyke consideratien, die allo goede liefhebbers des vaderlands rypelyk behoren te over- wegen op den vorgeslagen tractaet van peys met den Spangiaerden“ damals erſchien. Hierin war vornämlich darauf hingewieſen, daß der König nach allen Schritten, welche die Provinzen gegen ihn gethan, unmöglich je verzeihen könne. Dem Auszuge nach zu ſchließen, war dies Büchlein ein Meiſterſtuck von ächter Volks⸗ ſchrift.
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