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ſich ſeines Auftrages mit um ſo größerem Eifer zu entledigen, je mehr Schwierigkeiten ihm(durch die Sperrung der Schelde) im Wege Kanden, um die Schiffe, welche er zuſammenbrachte, in die Häfen zu ſchaffen. Er mußte zu dieſem Behufe erſt neue Kanäle anlegen. Auch ließ er eine Menge von Schiffen mit platten Böden zimmern, auf manchen Fahrzeugen Backöfen bauen, und treffliche Kriegsgeräthe ſchaffen. Nach unſäglichen Anſtrengungen vollendete er ſeine Rüſtungen. Aus Spanien, Italien, Deutſchland und Burgund hatte er Soldaten geworben, deren Zahl ſich im Ganzen auf 43,000 Mann belief, und zu Alexander Farneſes Fahnen waren kampffreudig die Söhne der edelſten Geſchlechter Spaniens und Italiens herbeigeeilt. Groß war die Beſorgniß der vereinigten Provinzen über Parmas außerordentliche Rüſtungen; auch war dieſe Be⸗ ſorgniß nicht grundlos, denn der königliche Oberſtatthalter ging von dem richtigen Grundſatz aus, welchen er auch dem Könige empfahl:„zuerſt ſolle der Krieg in den Niederlanden ge⸗ endigt werden, wofür damals die größere Wahrſcheinlichkeit vorhanden war; dann ließe ſich die Expedition gegen England mit um ſo gewiſſerem Erfolge unternehmen. Wenigſtens ſollte man zuerſt den wichtigen Hafen von Vlieſſingen erobern, damit die Flotte im ungünſtigen Falle ein ſicheres Aſyl finden könnte.“ Philipp II. war jedoch einerſeits durch die Hin⸗ richtung Maria Stuarts noch allzuſehr erbittert, und anderſeits glaubte er, ermuthigt durch die glücklichen Fortſchritte, welche die Ligue eben in Frankreich machte, daß keine Zeit zu verlieren ſei. So wurden denn Parmas trifftige Vorſchläge abgewie⸗ ſen. Ebenſo wenig berückſichtigte man einen anderen, nicht min⸗ der beherzigenswerthen Vorſchlag jenes engliſchen Ueberläufers Stanley, daß man auf der ireländiſchen Küſte landen und ſich dort eines Hafens bemächtigen ſollte.


