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Staaten zu einem Bunde gegen die franzöſiſchen Ka⸗ tholiken und die Ligue zu bewegen; weßhalb er denn gleich⸗ falls von einer Friedensverhandlung mit Spanien dringend abrieth. Doch blieb ſein Vorſchlag ohne Erfolg, da man ſich ohne Eliſabeth nicht auf denſelben einlaſſen und ander⸗ ſeits unter den damaligen Umſtänden deren Zuſtimmung nicht: erwarten konnte. Eliſabeth ließ ſich, wenigſtens für ihre Perſon mit Philipp in Unterhandlungen ein; ſei es nun, daß ſie wirklich hoffte, den Ausbruch eines Krieges abzuwenden, oder ſei es, daß ſie bloß Zeit zu gewinnen ſuchte. Die Unter⸗ handlungen wurden zu Bourburg(einer Stadt in Flandern) am 6. Juni 1588 eröffnet. Während ſich dort die Geſandten Englands mit den Abgeordneten Parmas über die Bedin⸗ gungen beriethen, war die Armada bereits unterweges. Am 29. Mai hatte ſie vor Liſſabon, ihrem Sammelplatz, die Anker gelichtet.
Mittlerweile erkannte Eliſabeth die dringende Nähe der Gefahr, und in England wie in den vereinigten Pro⸗ vinzen wurde nun mit dem größten Eifer zu Land und zur See gerüſtet, um dem Angriffe des Feindes Widerſtand leiſten zu können. Jetzt, da Alles auf dem Spiele ſtand, zerriß die gemeinſame Noth plötzlich das ganze Gewebe wechſelſeitiger Beſchwerden, Vorwürfe, Intriguen und Mißtrauens. Indem Eliſabeth raſch die geeigneten Anſtalten zur Vertheidigung der engliſchen Küſten und Hafenplätze traf und ihrer Flotte die nöthigen Befehle ertheilte, wendete ſie ſich auch an die vereinig⸗ ten Provinzen, und erbat ſich von denſelben Kriegsſchiffe zur Verſtärkung. Gerne wurde dieſe der Königin gewährt, unter der Bedingung, daß ihre Flotte auch den Niederlanden beiſtehen ſolle. Herrlich war der Nationalaufſchwung, welcher ſich jetzt mit einem Male kundgab; vergeſſen waren Mißtrauen und


