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einen Seperatvertrag der Letzteren mit Farneſe. Dieſer Vertrag ſollte jedoch erſt in dem Falle in Kraft treten, wenn die Generalſtaaten ſich auf ein nochmaliges Anerbieten weigerten, den Frieden anzunehmen.
Mittlerweile hatte Farneſe mit Glück ſeine Kriegspläne verfolgt. Zu Anfang des März war er mit ſeinem Heere plötz⸗ lich vor Antwerpen erſchienen, wo ſich der Erzherzog und Oranien befanden. Sein Vortrab unter Ottavio Gonzaga und Johann Baptiſt del Monte überraſchte dreitauſend Mann von den Truppen der Staaten, welche in den nahen Flecken Burgerhout verſchanzt lagen, und trieb ſie— unter einem hitzigen Gefecht— bis an die Wälle der Stadt, auf denen der Erzherzog und Oranien ſtanden und Befehle ertheilten. Bis zum Abend tobte der mörderiſche Kampf vor den Wällen. Am anderen Morgen zog Farneſe ab. Er hatte ſeinen Zweck vollkommen erreicht. Nicht Antwerpen war nämlich für dies⸗ mal ſein eigentliches Ziel, ſondern Maaſtricht, und ſeine Bewegung vor Antwerpen war bloß darauf berechnet geweſen, die Aufmerkſamkeit ſeiner Gegner zu täuſchen, damit ſie die ſchwache Beſatzung Maaſtrichts nicht bei Zeiten verſtärken konnten. Gelang es ihm, Maaſtricht, den Schlüſſel zur Beherrſchung der ganzen Mittelmaas, in ſeine Gewalt zu bringen, ſo war Holland ſeinen Operationen blosgeſtellt.
Schon am 12. März erſchien Farneſe vor Maaſtricht, wo ſich nur etwa über viertauſend Menſchen in Wehr und Waffen befanden(Bürger und geflüchtete Bauern aus der Um⸗ gegend mit eingerechnet). Befehlshaber war Mel chior Schwar⸗ zenburg, ein tapfrer Kriegsmann; der Feldmarſchall des Heeres der Staaten, de la Noue, wurde zum Theil durch die Schuld der Staaten(nämlich durch deren Uneinigkeit) ab⸗ gehalten, ſich noch zu rechter Zeit in die Stadt zu werfen. Als


