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der erſteren auch nur das Geringſte aufzuopfern? Und doch ſchien die letztere beinahe ein ſolches Opfer zu fordern! Auch hier mußte man auf die Betrachtung der Vergangenheit zurück⸗ gehen, nämlich aus dem, was nicht hätte ſein ſollen, das ler⸗ nen, was jetzt geſchehen mußte. Für die Eintracht, die man bei allen Bündniſſen bisher beabſichtigte, hatte ſtets die centripetale Kraft der ächten Einheit gefehlt. Man hatte bis⸗ her bloß gemeinſam berathen, aber es hatten die Mittel und Wege gefehlt, um auch übereinſtimmend handeln zu können. Es mußte demnach eine Centralbehörde geſchaffen werden, in welcher der gemeinſame Wille repräſentirt wurde und welcher auch die gemeinſame Thatkraft zu Gebote ſtand. Aber ſehr ſchwierig war es, eine ſolche Central⸗ behörde zu erſchaffen; beſonders ſchwierig war dieſe Aufgabe gerade für Oranien, von welchem der Plan ausging, und welcher denſelben mit der ganzen Konſequenz, die ihm eigen— war, durchzuſetzen trachtete,— doppelt ſchwierig in ſeiner eigen⸗ thümlichen Stellung zu Holland und Seeland. Wie leicht konnte er ſich, wenn ſeine Feinde dieſe Stellung in Betracht zogen, Mißdeutungen ausſetzen, welche Mißtrauen er⸗ wecken mußten! Kaum war der Schein zu vermeiden, als wolle Oranien unter dem Vorwand des Gemeinwohls durch eine Vereinigung mehrer Provinzen nur eine Herrſchaft für ſich begründen, für welche er in Holland und Seeland bei der Anhänglichkeit beider an ſeine Perſon, bei den oberhoheit⸗ lichen Rechten, die er über beide bereits beſaß, einen feſten Mittelpunkt zu haben ſchien. Gefährlicher als je war es jetzt, das Mißtrauen zu wecken, da auf der anderen Seite ein Mann wie Alexander Farneſe bereit ſtand, dies eben ſo meiſter⸗ haft zu benützen, wie er die Separation der Wallonen insge⸗ heim zu befeſtigen wußte. Endlich mußte Oranien beſorgen,


