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daß man ihm, wenn er einen beſonderen engen Verband einiger Provinzen veranlaſſe, vorwerfen würde, er habe die Genter Pacifikation gebrochen, an welche allein ſich halten zu wollen, er doch ſtets und mit ſo auffallender Beharrlichkeit er⸗ klärte! Deßhalb trat Oranien lieber in den Hintergrund, wo er, unbeachtet, nicht weniger eifrig, aber um ſo ſichrer wirken konnte. Oeffentlich übernahm ſein Bruder, Graf 3 ohann von Naſſau, das Geſchäft, einen neuen Staatskörper zu organiſiren.
Schon unmittelbar nach Don Juans Ankunft in den Nie⸗ derlanden hatte ſich Oranien in weiſer Vorſicht bemüht, eine engere Vereinigung jener Städte Hollands und See⸗ lands, die ſich noch abgeſondert hielten, und des Stifts Utrecht unter ſeiner Statthalterſchaft zu Stande zu bringen. Zu Anfang des Jahres 1577 rieth(wie es heißt,) auch die Kö⸗ nigin von England den Staaten von Holland, Seeland, Geldern, Friesland und Utrecht zu einer ſolchen Ver⸗ einigung und verſicherte ſie dazu ihres Beiſtandes. Gewiß iſt es, daß Oranien zur ſelben Zeit eifrig dafür arbeitete; in Geldern wirkten in dieſem Sinne Meiſter Jakob Muis, in Utrecht der Advokat Floris Thin und Meiſter Floris van Heermaale, in Friesland Popke Ufkens, Karl Roorda und Duko Martena. Doch die wichtigen Ereigniſſe, in deren Folge ſich Oranien nach Brabant begab, brachten jenes Werk einſtweilen in's Stocken. Inzwiſchen traten mehre Umſtände ein, welche für die Wiederaufnahme der Verhandlungen äußerſt gün⸗ ſtig waren. Graf Johann von Naſſau wurde zu Anfang des Jahres 1578 zum Statthalter von Geldern ernannt, und der reformirte Kultus faßte in dieſer Provinz feſten Fuß. In Friesland, wo ſich der Provinzialhof geweigert hatte, Don Juan für einen Feind zu erklären, hatte der


