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feſſion die Grundfeſte der Freiheit, nämlich der ruhigen, natur⸗ gemäß ſich entwickelnden, zur feſten Staatsform hinſtrebenden Freiheit, von welcher bereits nichts Geringeres als die Exiſtenz der Nationalität abhing. Jahre lang hatten die nördlichen Provinzen ehrenhaft dafür gekämpft; ſie hatten die bürgerliche und religiöſe Freiheit endlich errungen; ſie erholten ſich bereits von den meiſten Wunden, welche ſie im Kampfe erhalten hatten. Dieſe Freiheit mußte ihnen nun auch bleiben, geſichert vor allen Wechſelfällen, die ein Krieg herbeiführen konnte. Aber wie war dies Ziel zu erreichen? Um ein taugliches Mittel dafür zu finden, mußte man in die Erforſchung der Vergangenheit zurückgehen. Ein feſtes Zuſammenhalten der gleich⸗ geſinnten Provinzen(das große Wort:„eendragt maakt magt!“*) wehrt jede Uebermacht abz dies ſagte die geſunde Ver⸗ nunft. Wie kam es denn nun aber, daß bis jetzt noch kei Bündniß im Stande geweſen war, eine ſolche Wirkung hervor⸗ zubringen? Vielleicht weil die beſonderen Provinzialintereſ⸗ ſen ſich jedesmal zum Nachtheil des Geſammtintereſſes der Na⸗ tion allzu ſehr geltend machten? Ja, darin lag es; damit war der richtige Punkt bezeichnet. Die einzelnen Provinzen waren der geſchichtlichen Form bis jetzt noch zu wenig ent⸗ wöhnt und hatten ſich noch immer daran gehalten. Jetzt aber galt es auf einmal: Leben oder Tod. Es galt, eine neue geſchichtliche Form zu begründen; und, um dies zu können, blieb kein anderes Mittel, als— ſich der alten zu entſchlagen. Der Form nämlich,— nicht der Indivi⸗ dualität, nicht der Selbſtſtändigkeit! Hätte eine Pro⸗ vinz dieſe aufgeopfert, ſo war es gewiß um die gemeinſame Freiheit geſchehen. Aber wie nun Beide in Einklang bringen? Wie die provinzielle Selbſtſtändigkeit erhalten und die gemeinſame(nationale) Freiheit erringen, ohne von


