Teil eines Werkes 
2. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 2. Band (1841) Von dem Abschluß der Utrechter Union bis zur Vernichtung der spanischen Armada : 1579-1588 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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ter vor der Königin Eliſabeth zu rechtfertigen. Indeſſen gefiel es ſein en Reitern nicht länger in den Niederlanden; ſie ver⸗ langten von Alexander Farneſe freien Durchzug nach Deutſch⸗ land, erhielten dieſen und verließen das Land. Als nun Johann Kaſim ir ſpäter aus England zurückkehrte und ſeine Krieger nicht mehr in den Niederlanden fand, hielt er es für's Klügſte, ihnen zu folgen und begab ſich nach Deutſchland zurück, ohne ſich we⸗ der bei dem Erzherzog, noch bei Oranien und den Staaten be⸗ urlaubt zu haben. Die Staaten waren auch über den Abzug der deutſchen Hülfsvölker nicht ſehr betrübt; denn dieſe hatten ziemlich eben ſo ſchlimm wie die franzöſiſchen gehaust, und überdieß hatten ſich die Deutſchen und die Franzoſen, wo ſie ſich immer trafen, nie gut vertragen. Wie die Herren, ſo die Diener. Die ſogenannten Helfer in der Noth waren dem ge⸗ meinſamen Feinde der Niederlande nicht halb ſo gram, als ſich ſelbſt untereinander.

Uebrigens hatten die Staaten auch ihr eigenes Heer beim Beginn des Winters größtentheils entlaſſen und den Reſt deſſel⸗ ben in Winterquartiere gelegt. Ihr Feldherr, Graf Boſſü, ſtarb noch im Dezember 1578 und man erzählte ſich, er ſei eben im Begriffe geweſen, die Sache der Staaten zu verlaſſen und ſich wieder an die königliche Parthei anzuſchließen.

So ſtanden die Dinge in den Niederlanden, als ſich die walloniſchen Landſchaften Artois und Hennegau und die Städte Lille, Douay und Orchies am 6. Januar des neuen Jahres 1579 zu Arras verbanden, die Genter Pacifikation und die Brüſſler Union vom 9. Januar 1577, zum Schirm des Katholizismus und unter'm Gehorſam gegen den König von Spanien durch gemeinſame Kraft aufrecht zu erhalten, dagegen den Religionsfrieden nicht aufkom⸗ men zu laſſen. Das Motiv zu dieſem Schritte der Wallonen