Teil eines Werkes 
2. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 2. Band (1841) Von dem Abschluß der Utrechter Union bis zur Vernichtung der spanischen Armada : 1579-1588 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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den Katholiken in Verlegenheit zu bringen, ſei es, daß er da⸗ durch feſteren Fuß für ſeine eigenen tieferen Pläne zu faſſen hoffte, gleichviel, Johann Kaſimir eilte mit ungefähr 500 Reitern den Gentern zu Hülfe. Sogleich verbreitete ſich, ob mit Grund oder nicht, das Gerücht, man gehe damit um, ihn zum Grafen von Flandern zu machen. Auch zu An⸗ jo u's Ohren drang dies Gerücht, und es verbitterte ſein Herz. Der Mißmuth, einen Nebenbuhler ſehen zu müſſen, welcher ſtö⸗ rend in Anjous eigene Herrſchaftspläne eingriff, enthüllte mit einem Male den ganzen Egoismus des Letzteren und deſſen kleinlichen Charakter; er benahm ſich wie ein gekränktes Kind, das mit ſeinen Kameraden, die ihm hinter'm Rücken einen loſen Streich geſpielt haben, plötzlich nichts mehr zu thun haben will und ſich einbildet, das Heil der Welt hänge daran, wenn es ſich von ihnen zurückziehe. Er dankte anfangs zweitauſend Mann ſeines Fußvolks und einige Reitergeſchwader ab, welche ſich zur Stelle in den Dienſt derNalkontenten begaben, und zwar, wie man glaubte, nicht ohne Anjous Vorwiſſen. Dies war auch inſofern nicht unwahrſcheinlich, da ja dieNalkonten⸗ ten die heftigſten Feinde der Genter waren, welchen ſich Johann Kaſimir angeſchloſſen hatte. Bald darauf entließ Anjou ſein ganzes Heer und kehrte grollend nach Frankreich zurück, unter dem Vorwand, ſein Bruder, der König, habe ihn zurückberufen. So entſchuldigte er ſich wenigſtens bei den Staa⸗ ten, die ihm zwar Lobeserhebungen und Dankſagungen nachrie⸗ fen, aber im Grunde doch froh waren, ſeine Hülfe, ſo wie die Sachen damals ſtanden, auf gute Art losgeworden zu ſein. Seine Truppen hatten auch in der That gar zu übel im Lande gehaust. 4

Johann Kaſimir folgte bald Anjous Beiſpiele. Er reiſte nach England, um dort ſein Benehmen in Bezug auf die Gen⸗