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mer, als den alten Privilegien zuwider, aufgehört hätten und daß Gent und Flandern unter die Diöceſe Tournay gehörten; demzufolge ſollte die Jurisdiktion des Genter Bisthums auf⸗ hören und deſſen geiſtliche Güter ſollten eingezogen werden. Die Bettelmönche erhielten in ihren Klöſtern Soldaten zur Einquartierung, und dieſe wieder gemeſſenen Befehl, die Subſiſtenz⸗ mittel der Mönche aufzuzehren, damit ſich die Letzteren genöthigt ſähen, ihre Zellen zu verlaſſen. Sodann wurde allen fremden Mön⸗ chen geboten, ſich binnen drei Tagen zu entfernen; aber nicht bloß die fremden, ſondern auch die einheimiſchen Kloſtergeiſtlichen entſchloſſen ſich dazu, und ihre Klöſter wurden alſobald in Ka⸗ ſernen und Magazine verwandelt. Alle dieſe Maßregeln gegen die Geiſtlichkeit vollzog der niedrigſte Pöbel, der ſich dabei zügellos den abſcheulichſten Ausſchweifungen überließ; die Tempel wurden geplündert und geſchändet; freche Gottesläſterungen ſchollen durch die der Andacht geweihten Räume. Die Zeit der Bilderſtürmerci ſchien mit allen ihren Gräueln wiedergekehrt zu ſein; und nur dadurch unterſchied ſich der neue Bilderſturm zu Gent von jenem älteren, daß damals Alles das Werk der augenblicklichen Exaltation war, während jetzt der Pöbel in Gent maſchinenmäßig die Pläne der Demagogen vollſtreckte. Hembyze hatte die Städte in Gents Umgebung, Courtray, Hulſt, Oudenaarde und Brügge eingenommen, und kam wie im Triumphe nach Gent zurück. Der Prediger Peter Dat henus ſchürte inzwiſchen daſelbſt die Flammen des Haßes und der In⸗ toleranz in den Gemüthern des Pöbels. Wüthend eiferte er von der Kanzel herab gegen die„heilloſe“ Genter Pacifikation, er bezeichnete ſie als einen Verrath am Kalvinismus, als ein Aſyl und Bollwerk des Papismus; auch über den Prinzen von Oranien ergoß ſich ſein Geifer, ja er erklärte dieſen Mann, deſſen ſchönſte Tugend unter ſo vielen anderen die Toleranz
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