die Mönche, in Schranken halten und geheime Umtricbe derſel⸗ ben verhindern. Der Religionshaß war jedoch bei beiden Par⸗ theien zu heftig, als daß die Verordnung der Staaten ihn hätte unſchädlich machen können.
In Antwerpen weigerten ſich die Jeſuiten, den vor⸗ geſchriebenen Eid zu leiſten, und zwar aus dem Grunde, weil derſelbe ihren feierlichen Gelübden gegen den römiſchen Stuhl zuwider laufe. Die Beſtrafung folgte der Weigerung auf dem Fuße; die widerſpenſtigen Jeſuiten wurden am 18. Mai unter ſtarker Bedeckung aus Antwerpen nach Mecheln gebracht; die Franziskaner theilten, wenigſtens größtentheils, die Geſin⸗ nung und auch das Schickſal der Jeſuiten. Auch aus Utrecht zogen jene Bettelmönche aus derſelben Urſache; zu Brügge und Gent entdeckte man, daß in ihren Klöſtern unnatürliche Laſter getrieben worden; zur Strafe wurden mehre Konventua⸗ len nach gehörigem Rechtsgang verbrannt, andere öffentlich ge⸗ geißelt, die Bettelorden überhaupt ausgewieſen. Indem nun die Regierung ſolcherweiſe einen ſchärferen Eifer an den Tag legte, wovon auch das Verbot, die Annaten nach Rom zu ſen⸗ den, einen neuen Beweis gab, wuchs aber eben auch der Muth der Proteſtanten. Sie beſchloſſen, ſich die Freiheit des Got⸗ tesdienſtes zu erzwingen.
In Amſterdam war ihr Haß beſonders tief eingewurzelt und die Erbitterung wurde durch das Gerücht, daß Don Juan einen Anſchlag gegen die Stadt im Schilde führe, noch geſtei⸗ gert. Noch im Februar, als Amſterdam ſich mit Holland ver⸗ einigte, hatten drei Bevollmächtigte von Holland, dort die alte„Schuttery“ wieder hergeſtellt und vollzählig gemacht, welche größtentheils aus Proteſtanten beſtand und gar bald mit der ſtreng katholiſchen ſtädtiſchen Regierung in heftige Mißhelligkeiten gerieth. Die Proteſtanten verlangten von


