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Es zeigte ſich, daß er alle Umſtände durchaus richtig berech⸗ net hatte. Oranien ſah ſich nämlich genöthigt, ſein Heer bald hierhin bald dorthin zu führen„ und überall folgte ihm Alba auf den Ferſen; dieſer Feldzug glich einem Schachſpiel, bei welchem ſich zwei erfahrene Meiſter gegenüber ſtehen und zu⸗ weilen auch einige Bauern aufopfern, nicht als ob ſie dadurch irgend einen entſcheidenden Zug zu machen hofften, ſondern in der Vorausſetzung, den Gegenpart dadurch zu einer Unvorſich⸗ tigkeit zu verleiten. So fielen mehre kleine Gefechte vor, von denen jedoch nur eines etwas wichtiger war. Oranien zog nämlich von St. Trond nach Tirlemont(Thienen), um ſich mit der franzöſiſchen Heeresabtheilung zu vereinigen, welche Genlis bereits bis Joudoigne geführt hatte. Nur noch der Fluß trennte beide Verbündete, Oraniens Heer und die Franzo⸗ ſen. Um nun ihre Vereinigung zu verhindern, beorderte Alba ſeinen Sohn Don Friedrich, mit einer Truppenabtheilung den Feinden zu folgen, den Uebergang ihrer Hauptmacht über den Fluß abzuwarten, und dann den Reſt aufzureiben. Fried⸗
rich entledigte ſich dieſes Auftrages mit Glück, indem er die feindliche Bedeckung des Stromes ſchlug. Vergeblich beſtürmte Chiappin Vitelli voll Ungeduld den Herzog mit Bitten, einen allgemeinen Angriff zu erlauben; erzürnt ließ ihm Alba die Antwort ſagen:„Beim Haupte des Königs, keiner von euch unge⸗ ſtümen Mahnern wird lebendig zurückkommen.“ Bei dieſem Ge⸗ fecht wurde Hoogſtraten ſo ſchwer verwundet, daß er bald darnach ſtarb; die Hauptmacht Oraniens aber vereinigte ſich glücklich mit den Franzoſen. Alba führte gleichwohl ſeinen Plan konſe⸗ quent durch und wiederholte ſeine früheren Operationen. Er ſchnitt ſeinem Gegner die Zufuhr ab und zwang ihn, wohl zwanzigmal das Lager zu wechſeln, ohne einen entſcheidenden Schlag ausführen zu können; die Städte hielt er durch Furcht
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