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ab, dem Prinzen ihre Thore zu öffnen. Oraniens Truppen ermüdeten durch dies zweckloſe Hin⸗ und Herziehen, der Sold⸗ mangel wurde immer drückender(Oranien hatte ſtatt 300,000 Reichsthalern, die er aus den Niederlanden erwartete, nur 10 bis 12000 erhalten), die Stimmung ſeiner Truppen da⸗ durch immer bedenklicher, und die Ausſicht: einen rauhen Winter im freien Felde, wahrſcheinlich ohne Zufuhr von Lebens⸗ mitteln, zubringen zu müſſen, entmuthigte ſie vollends und lieh ihrem Mißbehagen harte Worte. Kurz Alles traf ein, was Alba ſo richtig berechnet und Oranien befürchtet hatte.
Oranien überzeugte ſich endlich im November, daß er ſich unter ſolchen Umſtänden nicht länger halten könne, und daß ihm für den Augenblick nichts andres übrig blieb, als ſein Heer nach Frankreich zu führen, wo er ſich mit dem der Huge⸗ notten unter Condé vereinigen wollte. So ſchlug er denn den Weg nach Frankreich durch Hennegau ein; bis gegen Cambray folgte ihm Alba auf dem Fuße nach. Zwiſchen dieſer Stadt und Quesnoy fand noch ein Gefecht zwiſchen der Nachhut Ora⸗ niens und der Vorhut der Spanier ſtatt, worin die Letzteren beſiegt wurden. Alba ließ nun den Prinzen ruhig gegen Soiſ⸗ ſons weiter ziehen; er hatte ja ſeine Abſicht vollſtändig erreicht, und durfte ſich geſtehen, daß dieſer Feldzug, in welchem er keinen Sieg auf dem Schlachtfeld errungen, gleichwohl der glänzendſte Triumph ſeiner Kriegskunſt ſei.
Den Muth und die Beharrlichkeit Oraniens aber vermochte die traurige Ueberzeugung, daß alle ſeine Anſtrengungen ver⸗ geblich geblieben, noch keinesweges zu beugen. Er hatte wenig⸗ ſtens hinter allen meiſterhaften Operationen ſeines Gegners, hinter allem neuen Glanz, welcher deſſen Feldherrnruhm jetzt umſtrahlte, doch deſſen Beſorgniß deutlich genug erkannt, und dieſe Beſorgniß Alba's beſtätigte vor Oraniens Adlerblicken jene


