Teil eines Werkes 
1. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 1. Band (1841) Von der Ankunft Alba's in den Niederlanden bis zum Tode Don Juan's von Oesterreich : 1567-1578 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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ſich einiger feſter Plätze zu bemächtigen und ſo der Hauptarmee den Weg zu bahnen und zu decken. Sie beabſichtigten Ruremonde in ihre Gewalt zu bringen; doch Alba hatte, davon unterrichtet, ihnen 4000 Mann zu Fuß unter Lodron und 300 Reiter un⸗ ter d'Avila entgegengeſchickt, welche den Anſchlag vereitelten. Villers und Lümey zogen ſich ins Lütticher Land zurück, wo ſie von den Feinden bei Dalheim angegriffen und beſiegt wurden. Villers wurde dabei gefangen.

Glücklicher geſtaltete ſich die Unternehmung des kühnen Gra⸗ fen Ludwig von Naſſau gegen Friesland. Mit ſeinem jüngſten Bruder, dem Grafen Adolf, dem Grafen von Schauen⸗ burg und einem Heere von 7000 Mann, brach Ludwig im Mai 1568 von Emden her in Weſtfriesland ein; der Wahl⸗ ſpruch:„Jetzt oder nie!“ ſtand auf ſeinen Fahnen. Er be⸗ mächtigte ſich des Schloſſes Wedde, welches dem Grafen von Aremberg gehörte und deſſen Beſitz ihm den Weg nach Grönin⸗ gen öffnete. Kaum hatte Alba von Ludwigs Feldzug Nachricht erhalten, als er ihm den Grafen von Aremberg mit ungefähr 1000 Mann ſpaniſchen und 400 Mann deutſchen Kriegsvolks und einem Reitergeſchwader unter Curtio Martinengo, entgegen⸗ ſchickte; der Graf von Megen, Statthalter von Geldern und Zütphen, ſollte mit 1500 Mann zu Fuß und 400 zu Roß zu ihm ſtoßen. Noch bevor ſich Megen mit Aremberg vereinigte, griff Ludwig von Naſſau den Letzteren beim Kloſter Wittewerum an. Ein heftiger Kampf entbrannte, und die Spanier ſchmeichel⸗ ten ſich, den Sieg davon getragen zu haben; denn Ludwig zog ſich hierauf nach Slogteren und weiter nach dem Schloß Wedde zurück. Nun beſchloß Aremberg, die Ankunft Megens abzuwarten, um ſich mit dieſem zu vereinigen. Aber die ſpaniſchen Solda⸗ ten, durch das Zurückweichen des Feindes erhitzt, drängten ihren Feldherrn, mit trotzigem Ungeſtüm zur Verfolgung des Grafen