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in Sold, um ſeine Macht zu verſtärken und namentlich die Gränzen der Niederlande zu decken.’
Oraniens Kriegsplan aber war weit ausgedehnt. Vier Heere ſollten den Feind von vier verſchiedenen Seiten her angreifen; nur auf dieſe Weiſe, indem er den Herzog von Alba überall zugleich beſchäftigte, glaubte Oranien auf Erfolg hoffen zu können, wobei er allerdings auch auf die Theilnahme der Niederländer ſelbſt, und auf ihren Haß gegen die Fremd⸗ herrſchaft rechnete. Eine Heeresabtheilung ſollte unter dem Befehl des Grafen von Hoogſtraten, längs des Rheins und der Maas in Geldern eindringen, die zweite, aus franzöſiſchen Kalviniſten gebildet, unter dem Befehl des Herrn von Cocqueville,(eines Edelmanns aus der Normandie) in Artois; die dritte ſollte Oraniens Bruder, Graf Lud⸗ wig von Naſſau gegen Friesland führen, und mit der vierten wollte er ſelbſt, in der Richtung von Aachen und Lüttich, geradeaus gegen Brabant vorrücken, wobei er hoffte, daß einige Landſchaften oder doch wenigſtens einige größere Städte ſeine Parthei ergreifen würden. Der Plan zu dieſem Feldzug war trefflich angelegt; die Kriegskunſt Oraniens recht⸗ fertigte deſſen Kühnheit, einem ſo vielfach erprobten Feldherrn wie Alba den Fehdehandſchuh der Entſcheidung hinzuwerfen.
Der Anfang entſprach jedoch Oraniens Hoffnungen nicht; Der König von Frankreich ſchickte, auf Alba's Vorſtellungen, den Marſchall Coſſez gegen Cocqueville. Dieſer wurde in Saint Valery bei Abbeville gefangen genommen, nach Paris gebracht, und, weil er keine königliche Beſtallung zum Kriege aufweiſen konnte, enthauptet. Die Niederländer unter ihm theilten ſein Schickſal; nur die Franzoſen blieben verſchont. Keinen beſſeren Erfolg errangen die Herrn von Villers und Lü mey, welche Oranien mit Heeresmacht gegen Geldern vorausgeſchickt hatte, um


