Teil eines Werkes 
1. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 1. Band (1841) Von der Ankunft Alba's in den Niederlanden bis zum Tode Don Juan's von Oesterreich : 1567-1578 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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durch deſſen Herz deſſen Klugheit zu betäuben, und raſch führte er das Mittel aus, das er ſich dazu erſonnen hatte. Auf der hohen Schule zu Löwen ſtudirte Oraniens Sohn, Philipp Wilhelm, Graf von Büren, ein Jüngling von 13 Jahren, welchen der Vater, bei ſeiner Entfernung aus den Niederlanden, dort gelaſſen hatte, im Vertrauen, daß auch der Feind die Privilegien der hohen Schule achten würde. Doch Alba achtete in den Niederlanden kein beſtehendes Recht. Er ſchickte am 24. Januar Vargas, den Präſidenten des Blutrathes, nach Löwen und ließ durch dieſen dort den Sohn Oraniens gefangen nehmen. Vergeblich führten der Rektor und die Profeſſoren gegen einen ſo unerhörten Eingriff die Rechte der Univerſctät an.„Non curamus vestros privilegios“, entgegnete ihnen Vargas in ſeinem ſpaniſchen Latein kaltblütig und ließ Oraniens Sohn nach Antwerpen bringen, wo er ihn der ſtrengen Obhut Lodronas übergab. Von dort wurde der Jüngling nach Spanien gebracht, angeblich, um ſeine Studien auf der hohen Schule zu Alkala fortzuſetzen. Man erzog ihn dort im Katholicismus auf; Graf Barlaimont wurde beauf⸗ tragt, des Jünglings Güter als Vormund zu verwalten. Man glaubte, in Oraniens Sohn mehr als eine Geißel,— man glaubte, ein taugliches Werkzeug zu künftigen Plänen in ihm zu verwahren. Gefaßt und würdevoll benahm ſich Oranien, wel⸗ cher ſich in Deutſchland befand, bei dem harten Schlag, den Alba gegen ſeine Ehre, bei dem noch härteren, den dieſer gegen ſein Vaterherz geführt. Er beantwortete die Vorladung von Dillenburg aus in einer Schrift an den Generalprokurator Jo⸗ hann du Bois und an Alba ſelbſt. In ſeiner Erwiederung wies er die Nichtigkeit der Vorladung nach, und proteſtirte, als Glied des Reiches ſowohl, wie auch als Ritter des goldenen Vließes, gegen das unkompetente Gericht, vor welches man ihn berufen